Xavier Dupont de Ligonnès – Der meistgesuchte Mann Frankreichs.

Frankreich. April 2011. Eine ruhige Wohngegend in Nantes. Gepflegte Häuser, Nachbarn, die sich kennen. Nichts deutet darauf hin, dass hier etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Doch hinter der Fassade eines scheinbar normalen Familienlebens beginnt sich etwas zu verändern. Und dann verschwindet eine ganze Familie.

Zunächst wirkt es wie ein geordneter Aufbruch. Briefe werden verschickt, Erklärungen hinterlassen. Von einem Neuanfang ist die Rede, von einer plötzlichen Abreise ins Ausland. Eine Geschichte, die zunächst plausibel klingt. Doch je genauer man hinschaut, desto mehr bricht sie in sich zusammen.

Unter der Terrasse des Hauses werden schließlich mehrere Leichen gefunden. Sorgfältig verborgen. Systematisch abgelegt. Es ist das Ende einer Familie – und der Beginn eines der rätselhaftesten Kriminalfälle Frankreichs. Im Zentrum steht ein Mann: Xavier Dupont de Ligonnès. Vater. Ehemann. Und plötzlich: spurlos verschwunden.

Die Ermittlungen zeichnen ein Bild, das immer komplexer wird. Finanzielle Probleme. Druck. Eine inszenierte Geschichte, die Zeit gewinnen sollte. Kameras zeigen seine letzten bekannten Bewegungen. Ein Mann allein, unterwegs Richtung Süden. Dann verliert sich seine Spur.

Seit diesem Moment stellt sich eine einzige Frage: Wo ist er?

Hinweise tauchen auf. Sichtungen. Spuren, die Hoffnung machen – und sich dann wieder auflösen. Immer wieder scheint er greifbar. Immer wieder entzieht er sich im letzten Moment. Jahre vergehen. Der Fall bleibt präsent. In den Medien. In den Köpfen. Und vor allem bei den Ermittlern.

Ist er noch am Leben?
Hat er sich ein neues Leben aufgebaut?
Oder ist er längst verschwunden – auf eine andere Weise?

Bis heute gibt es keine Gewissheit. Nur einen Namen, der geblieben ist. Und einen Mann, der seit über einem Jahrzehnt gesucht wird – als hätte er sich einfach aus der Realität gelöst.

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