Belgien. Anfang der 1980er Jahre. Ein Land im Ausnahmezustand. Was zunächst wie gewöhnliche Raubüberfälle wirkt, entwickelt sich schnell zu etwas völlig anderem – etwas Brutalerem, etwas Unbegreiflichem.
Eine Gruppe von Tätern – später bekannt als die Brabant-Killerbande – zieht eine blutige Spur durch das Land. Supermärkte, Parkplätze, zufällige Opfer. Sie kommen schwer bewaffnet und schießen sofort, ohne Warnung, ohne erkennbares Motiv. Männer, Frauen, Kinder.
Zwischen 1982 und 1985 sterben bei ihren Angriffen 28 Menschen, viele weitere werden verletzt. Doch was diesen Fall bis heute so einzigartig macht: Es geht nie nur um Geld. Die Täter töten mit einer Kälte, die selbst erfahrene Ermittler sprachlos macht.
Zeugen berichten von militärischem Vorgehen, von Präzision, von absoluter Kontrolle. Und immer wieder dieselbe Frage: Warum? War es organisierte Kriminalität, politischer Terror, ein Netzwerk im Hintergrund – oder etwas, das nie ans Licht kommen sollte?
Trotz intensiver Ermittlungen, Sonderkommissionen und internationaler Zusammenarbeit bleibt der Fall ungelöst. Bis heute. Keine eindeutigen Täter, keine abschließenden Antworten. Nur ein Land, das gelernt hat, mit einem Rätsel zu leben – und mit der Angst, dass die Wahrheit vielleicht nie ans Licht kommt