Das tödlichste Eigentor der Weltmeisterschaft-Geschichte – Der Fall Andrés Escobar

USA, Fußball-Weltmeisterschaft 1994. Kolumbien reist als hoch gehandelter Geheimfavorit an. Doch hinter der Mannschaft liegt ein Land, in dem Fußball, Politik, Drogenkartelle und enorme Erwartungen kaum voneinander zu trennen sind.

Im Gruppenspiel gegen die USA versucht der Verteidiger Andrés Escobar eine Hereingabe abzufangen. Der Ball rutscht über seinen Fuß und landet im eigenen Tor. Kolumbien verliert das Spiel mit 1:2 und scheidet wenig später aus dem Turnier aus.

Escobar übernimmt öffentlich Verantwortung, ohne sich selbst zu verurteilen. Er erinnert daran, dass Fußball ein Spiel bleibt, und blickt nach vorn. Freunde beschreiben ihn als ruhigen, respektvollen Menschen – als einen Spieler, der wegen seiner Haltung „El Caballero“, der Gentleman, genannt wird.

Nur wenige Tage nach seiner Rückkehr wird er am 2. Juli 1994 vor einem Nachtlokal in Medellín erschossen. Humberto Muñoz Castro, ein Fahrer und Leibwächter, wird später für die Tat verurteilt. Ob das Eigentor der unmittelbare Auslöser war und welche Rolle das Umfeld der Täter spielte, bleibt Gegenstand unterschiedlicher Darstellungen.

Der Mord erschüttert Kolumbien. Zehntausende begleiten Escobars Beerdigung. Sein Tod wird zum Symbol für eine Epoche, in der Gewalt selbst den Sport beherrschte – und für einen Mann, der für einen einzigen Moment auf dem Spielfeld bezahlen musste.

Diese Folge von Spannende Wahrheiten rekonstruiert das Turnier, den gewaltigen Druck auf die kolumbianische Mannschaft und den tragischen Fall Andrés Escobar.

Video zur Folge

https://www.youtube.com/watch?v=3R6Z172hlvY
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